Alternativ-Lösung offiziell: Fortunas Pokal-Derby gegen Duisburg findet nicht wie geplant statt
Im November steht ein Highlight für die Düsseldorfer und Duisburger Fans an: Das zweite Derby der Saison wird noch vor der Winterpause im Niederrheinpokal bestritten. Allerdings war schnell klar, dass der Ursprungsplan nicht umsetzbar ist.

Samir Arabi und Patrick Fabian haben sich für die Nachfolge-Lösung mit Jens Langeneke entschieden. Parallel hat sich die sportliche Leitung allerdings mit anderen Optionen beschäftigt. Einen nicht-sportlichen Pluspunkt gibt es obendrein.

Hinter Fortuna liegt eine englische Woche, die von fehlender Konstanz in allen Partien geprägt war. Allerdings sorgte nicht nur dieser Faktor sowie die Ausbeute von nur vier Punkten in drei Spielen dafür, dass die Verantwortlichen den Glauben verloren.

Die Fortuna-Verantwortlichen um Samir Arabi und Patrick Fabian trauen Jens Langeneke zu, bei seiner ersten Station in der Dritten Liga zu bestehen. Natürlich wurde allerdings nicht nur diese Option abgeklopft.

Die Formulierung rund um Fortunas Trainerwechsel von Alexander Ende zu Langeneke sorgt durchaus für Unklarheiten, wie lange die Vereinslegende befördert wird. Dahinter steckt eine nachvollziehbare Strategie der Verantwortlichen.

Am Tag nach der 1:3-Heimniederlage der Düsseldorfer gegen den 1. FC Saarbrücken ist die Entscheidung gefallen: Nach zehn Spielen in der laufenden Drittliga-Saison nimmt Fortuna einen Trainerwechsel vor.

Die Düsseldorfer könnten die englische Woche mit einer beachtlichen Ausbeute von sieben Punkten beenden. Darüber hinaus ist auch die Entwicklung der personellen Situation erfreulich. Das führt zu einer Konstellation mit Seltenheitswert.

Die gefährlichsten Aktionen von Anas Slimani bei Fortunas 2:1-Sieg in Münster erweckten zunächst den Anschein, als seien sie einstudiert – und von Alexander Ende vorgegeben. Doch das verneinte der Trainer hinterher.

Am Rande der Partie zwischen den beiden Zweitliga-Absteigern ereignete sich gleich eine ganze Reihe an Vorfällen. Erst wäre es fast zum direkten Aufeinandertreffen der beiden rivalisierenden Fanszenen gekommen, dann wurden zwei Minderjährige verletzt.

Die Verantwortlichen der Düsseldorfer hatten vor der englischen Woche klare Erwartungen: an die Mannschaft und ihren Coach. Das 2:1 beim Mitabsteiger aus dem Münsterland war deshalb für alle Beteiligten von großer Bedeutung. Doch war es auch die endgültige Wende?

Andreas Müller zählte beim wichtigen 2:1-Erfolg im Münsterland zu den besten und gefährlichsten Spielern der Düsseldorfer. Das lag nicht nur an seinem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Beim ganz späten 2:1-Erfolg im Preußenstadion spielte der Angreifer die Hauptrolle. Dabei stand sein Einsatz aus gesundheitlichen Gründen durchaus Spitz auf Knopf. Doch der 26-Jährige vertraute seinem Gefühl – sowohl vor der Partie als auch in der entscheidenden Situation.

In der Nachspielzeit ist Eric Hottmann im Auswärtsspiel bei Preußen Münster wieder zum umjubelten Helden geworden. Wie bereits beim Derbysieg gegen den MSV Duisburg entschied der Angreifer die Partie als Joker. Nach dem Tor gab es kein Halten mehr.

In den vergangenen Tagen ist der Druck auf die Düsseldorfer wieder gehörig gewachsen. Beim Mitabsteiger aus dem Münsterland war ein Sieg deshalb fast schon Pflicht. Und er gelang: Der eingewechselte Angreifer traf kurz vor Schluss zur Erlösung.

Wegen des sportlichen Niedergangs der Düsseldorfer streben so viele Personen ein Mandat im Kontrollgremium an wie selten zuvor. Den Wahlausschuss stellt die hohe Bewerberzahl allerdings vor ein Problem: Trifft er eine Vorauswahl – oder dürfen alle Interessenten am 15. November antreten?

Beim 2:2-Remis gegen den SC Verl beschwerte sich das Düsseldorfer Trainerteam mehrfach über die Entscheidungen des Unparteiischen. Gerade Andreas Müller musste sich nach einer Fehlentscheidung lange merklich zurückhalten.

Im Trikot von Curaçao ist der Angreifer während der Länderspielpause mächtig aufgeblüht. Doch zurück in Düsseldorf, gab es für den 22-Jährigen den nächsten Rückschlag – allerdings selbstverschuldet. Dabei täte er den Rheinländern in Top-Form unheimlich gut.

Seine Auftritte für die Düsseldorfer waren bisher nicht immer berauschend, doch dafür gibt es einen möglichen Grund. Vor dem Duell gegen Preußen Münster, seinen Ex-Verein, spricht der Kapitän erstmals über ein Problem, das ihn bereits seit einiger Zeit begleitet.

Nach dem 2:2 gegen Verl ist der Druck auf den Drittligisten und seinen Trainer wieder erheblich gewachsen. Am Montag gab es eine Reihe interner Gespräche, am Dienstag äußerte sich der Coach selbst zur aktuellen Situation – und am Mittwoch geht’s nach Münster.

Insgesamt 29 Personen wollen sich im November ins Kontrollgremium des Drittligisten wählen lassen. An der Rechtmäßigkeit der letzten beiden Bewerbungen sind am Wochenende allerdings Zweifel aufgekommen. Irrtümlicherweise, wie sich inzwischen herausgestellt hat.
