„Gerade jetzt müssen wir dagegenhalten": Teilnahme an CSD und Benefizspiel – wie politisch darf die DEG sein?
Am Wochenende geht die Düsseldorfer EG beim Christopher Street Day mit. Ende des Monats ist das Inlinehockey-Team bei einem Benefizspiel gegen Diskriminierung dabei. Manchen Fans ist das zu viel, ihr Klub soll sich auf Eishockey konzentrieren. Dabei können die Rot-Gelben nicht unpolitisch sein – und waren es auch nie.

Kein anderer Eishockey-Zweitligist in Europa hat mehr Zuschauer als die DEG. Im zweiten DEL2-Jahr sollen die Zahlen weiter steigen – aber das tun auch die Ticketpreise. Für die DEG ein schmaler Grat: Nach drei grauenhaften Jahren hat sie wenige Argumente für die Erhöhung, aber sie braucht die Einnahmen.

Ralph Krueger wurde in Zürich in die IIHF Hall of Fame aufgenommen – und schwelgte in Erinnerungen an die Brehmstraße mit 10.000 Fans. Trotz Parkinson hielt er eine bewegende Rede. Sein Herz schlägt noch immer für Düsseldorf.

Nach drei Jahren bei der Düsseldorfer EG ging Henrik Haukeland zu den Straubing Tigers und erlebte eine starke DEL-Spielzeit. Jetzt bei der Eishockey-WM in der Schweiz steht er mit Norwegen sogar im Halbfinale. Davor traf er unsere Redaktion, um über Eishockey in Norwegen, seine Saison und die DEG zu sprechen.

Der ehemalige Publikumsliebling der DEG steht mit Norwegen sensationell im WM-Halbfinale. Dort trifft er auf die Schweiz, die zu Hause endlich Weltmeister werden will. Auch deren Aufstieg hat etwas mit den Rot-Gelben zu tun.

Seit einem Jahr kooperieren die alten Eishockey-Rivalen. Spieler, die die Kölner am Spieltag nicht brauchen, laufen für Düsseldorf auf. Das sorgte anfangs für Unmut, mittlerweile begrüßen die meisten Fans das. Obwohl es im ersten Jahr wenig personellen Austausch gab. Nun könnte es mehr davon geben.

Jonas Langmann wechselt vom EV Landshut zur Düsseldorfer EG. Die hatte er in den Play-offs noch gehörig genervt. Nun soll der 34-Jährige für Stabilität im DEG-Tor sorgen und den jüngeren Kollegen mit seiner Erfahrung etwas beibringen.

Erstmals seit fast 20 Jahren ist kein DEG-Spieler bei der Eishockey-Weltmeisterschaft dabei. Das dürfte auch nächstes Jahr so sein – wenn das Turnier im Dome stattfindet. Zumindest stehen jetzt in der Schweiz zahlreiche ehemalige Düsseldorfer auf dem Eis. Auch solche, denen der Zweitligist immer noch am Herzen liegt.

Die Offensive der Düsseldorfer EG dürfte vorerst komplett sein, am Sonntag stellte sie Jason Bast als 13. Stürmer vor. Der erfahrene Mann bewies nicht nur vergangene Saison in der DEL2, dass er Tore schießen und vorbereiten kann. Er tat das auch jahrelang in der DEL – mit weitreichenden Folgen für die DEG.

Korbinian Holzer hat in 20 Profijahren so gut wie alles erlebt – nur ein Titel fehlte ihm. Mit den Graz 99ers hat er sich diesen Traum nun erfüllt. Daran hat auch der heutige DEG-Trainer Harry Lange seinen Anteil. Jetzt wartet eine neue Aufgabe.
