Schwerer Auftakt gegen Berlin: Zwischen Saison-Alltag und Talentförderung – DEG-Nachwuchs ist direkt gefordert
Zum Saisonstart im Jugendeishockey bekommen es die U17 und die U20 der DEG gleich mit den Topteams aus Berlin zu tun. Allerdings stehen einzelne Ergebnisse an der Brehmstraße ohnehin nicht im Vordergrund. Umso wichtiger sei das neue gemeinsame Fördertraining von Nachwuchs und Profis.

In Über- und Unterzahl läuft es bei der Düsseldorfer EG bereits erstaunlich gut. Am Freitag in Amiens und am Samstag in Rouen sollen sich die Spezialformationen weiter einspielen. Ein Blick in die Geschichtsbücher verrät: Für die Rot-Gelben sind es wohl die ersten Spiele in Frankreich überhaupt.

Der japanische Stürmer hat sich verletzt und wird den Start der Eishockey-Saison verpassen. Für ihn selbst ist das bitter, die DEG kann den Ausfall allerdings auffangen.

Nach der knappen Niederlage nach Verlängerung in Krefeld war die Enttäuschung groß bei der DEG. Aber gleichzeitig freute sich Trainer Harry Lange sogar über den ersten Rückschlag in der Vorbereitung – aus gutem Grund.

Die Düsseldorfer EG entscheidet das Testspiel bei den Tilburg Trappers klar und deutlich mit 7:1. Nach drei Siegen in der Vorbereitung folgt am Sonntag der erste Prüfstein bei den Krefeld Pinguinen.

75 Jahre nach ihrem ersten Gastspiel ist die Düsseldorfer EG zurück bei den Tilburg Trappers. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg war das eine hochpolitische Angelegenheit, damit sich die Länder wieder annähern. Am Freitagabend ist es ein Test, bei dem vor allem junge Spieler Eiszeit bekommen.

Zehn Tore in den ersten beiden Testspielen, gleich sieben Sommerzugänge treffen – die neuen Stürmer der Düsseldorfer EG wussten am Wochenende zu überzeugen. Besonders Brett Kemp, Corey Mackin und Carter Turnbull. Trainer Harry Lange sieht trotzdem noch viel Luft nach oben.

Die Saisoneröffnung der Düsseldorfer EG an alter Wirkungsstätte war ein netter Nachmittag. Dieser zeigte aber erneut deutlich: Eine dauerhafte Rückkehr in die frühere Heimat ist völlig unrealistisch. Das Stadion funktioniert nicht mehr im modernen Profisport. Die 4000 Fans hatten dennoch ihre Freude.

Der Kanadier war der entscheidende Mann beim 4:2-Erfolg der Düsseldorfer EG bei den Bietigheim Steelers. Zum Sieg im ersten Spiel der Saisonvorbereitung steuerte Kemp gegen seinen Ex-Klub ein Tor und eine Vorlage bei.

Am Samstag kehrt die Düsseldorfer EG für ein Testspiel an die Brehmstraße zurück – ziemlich genau 20 Jahre nach ihrem Umzug in den Dome. Damals freuten sich die Fans nicht etwa auf eine moderne Halle, sie veranstalteten eine Art Trauermarsch. Das hängt dem Dome immer noch nach.

Die ersten Standortbestimmungen für die DEG stehen an: Am Freitag geht es nach Bietigheim, am Samstag an der Brehmstraße gegen Herne. Torhüter Niklas Lunemann erwartet eher wilde Spiele, auch Trainer Harry Lange sieht sein Team bei der taktischen Neuausrichtung noch am Anfang.

Normalerweise spielt die Düsseldorfer EG zu Hause auf 60 mal 30 Metern. Das wird in der kommenden Eishockey-Saison nicht immer so sein, denn im Dezember muss die Eisfläche für die Gastspiele der NHL um vier Meter verkleinert werden. Das verändert das Spiel – und noch ist unklar, wie es danach weitergeht.

Für die DEG geht es gerade nicht nur darum, auf dem Eis eine Einheit zu werden, auch menschlich muss das Team zusammenwachsen. Früher funktionierte das nicht selten über Alkohol. Trinkgelage gehörten zum guten Ton. Die neue Generation Eishockeyprofis tickt da anders.

Als Harry Lange während der vergangenen Saison die Düsseldorfer EG übernahm, konnte er nur noch verwalten. Seit Montag erlebt der Trainer nun seine erste Saisonvorbereitung mit der DEG – und kann das Team nach seinen Vorstellungen spielen lassen. Gleich am ersten Tag ging es um die neue Taktik.

Die DEG braucht diese Saison gleich zum Start eine positive Geschichte. Ob das klappt, liegt nicht zuletzt an ihrem neuen Stürmer Brett Kemp. Der Kanadier war vergangene Saison einer der besten DEL2-Stürmer. Obwohl er nach dem frühen Abschied aus seiner Heimat einige Rückschläge wegzustecken hatte.

Beim Eishockey-Zweitligisten gibt es Bewegung hinter der Bande. Am Mittwoch trennte sich die Düsseldorfer EG von ihrem Co-Trainer, bereits am Dienstag hatte sie zwei neue Coaches verkündet. Einer davon ist Marko Raita, der offiziell als Entwicklungstrainer firmiert, aber wohl für mehr geholt wurde.

DEG-Verteidiger Nicolas Geitner steht bereits vor seiner neunten Saison als Eishockeyprofi. Zu den Alten zählt sich der 27-Jährige noch nicht, aber er ist auch längst kein junges Talent mehr. Auch sportlich war er zuletzt mittendrin – zwischen Eis und Tribüne. Das soll nun wieder anders werden.

Nächste Woche startet Miroslav Jenka als neuer U20-Trainer der Düsseldorfer EG. Seine Ziele sind ambitioniert: Über mehrere Altersklassen soll dasselbe Eishockey gespielt werden, und vor allem will Jenka mehr Nachwuchsspieler in den Profikader bringen. Kandidaten gäbe es mehrere.
