Bleibt nicht nur bei Fortunas Trainerwechsel: Arabis „Alibi“-Ansage ist der nächste Schritt – wichtige Botschaft auch an Langeneke
Die sportliche Leitung krempelt die Profiabteilung nach einer enttäuschenden Phase in den ersten zehn Ligaspielen noch einmal um. Für Samir Arabi und Patrick Fabian ist wichtig, dass es nicht nur um die Personalie Alexander Ende geht.

Nach sechs Monaten hat sich der Drittligist von seinem Cheftrainer getrennt. Der 47-Jährige stand schon in mehreren Phasen der Saison unter Druck. Dennoch hielt der Klub lange an ihm fest; Samir Arabi gibt Hintergründe.

Samir Arabi und Patrick Fabian haben sich für die Nachfolge-Lösung mit Jens Langeneke entschieden. Parallel hat sich die sportliche Leitung allerdings mit anderen Optionen beschäftigt. Einen nicht-sportlichen Pluspunkt gibt es obendrein.

Hinter Fortuna liegt eine englische Woche, die von fehlender Konstanz in allen Partien geprägt war. Allerdings sorgte nicht nur dieser Faktor sowie die Ausbeute von nur vier Punkten in drei Spielen dafür, dass die Verantwortlichen den Glauben verloren.

Die Fortuna-Verantwortlichen um Samir Arabi und Patrick Fabian trauen Jens Langeneke zu, bei seiner ersten Station in der Dritten Liga zu bestehen. Natürlich wurde allerdings nicht nur diese Option abgeklopft.

Die Formulierung rund um Fortunas Trainerwechsel von Alexander Ende zu Langeneke sorgt durchaus für Unklarheiten, wie lange die Vereinslegende befördert wird. Dahinter steckt eine nachvollziehbare Strategie der Verantwortlichen.

Nach einem halben Jahr als Trainer in Düsseldorf muss Alexander Ende seinen Hut nehmen. Nach dem Komplett-Umbruch im Sommer durfte der 47-Jährige helfen, seinen Kader zusammenzustellen. Letztlich wurde er der zentralen Probleme aber nicht mehr Herr.

Am Tag nach der 1:3-Heimniederlage der Düsseldorfer gegen den 1. FC Saarbrücken ist die Entscheidung gefallen: Nach zehn Spielen in der laufenden Drittliga-Saison nimmt Fortuna einen Trainerwechsel vor.

Der Drittligist hat es verpasst, nach dem 2:1 in Münster nachzulegen. Die Art und Weise der Niederlage gegen Saarbrücken schmeckte dem Mittelfeldspieler überhaupt nicht, weshalb er seinen Frust nicht versteckte und ausholte.

Längst ist die Frage um die Zukunft von Fortuna-Trainer Alexander Ende mit einer Risikoabwägung für die Entscheider verbunden. Die Achterbahnfahrt der vergangenen drei Partien hilft dem Coach überhaupt nicht.

Erneuter Rückschritt für die Düsseldorfer in der Dritten Liga. Nach dem 1:3 gegen den 1. FC Saarbrücken ist längst nicht sicher, dass Alexander Ende auch im nächsten Spiel an der Seitenlinie stehen wird.

Zum Abschluss der englischen Woche stand für das Team von Trainer Alexander Ende noch das Traditionsduell gegen den 1. FC Saarbrücken an: Nach einer fulminanten Anfangsphase gaben die Düsseldorfer die Partie aus der Hand.

Als Fortuna vor knapp vier Monaten noch nicht einmal in der Lage war, mit dem vorhandenen Kader eine erste Elf auf den Platz zu bringen, kam Jorrit Hendrix als Symbolfigur des Aufbruchs. Nun ist aber der richtige Zeitpunkt, um zu reagieren.

Die Düsseldorfer könnten die englische Woche mit einer beachtlichen Ausbeute von sieben Punkten beenden. Darüber hinaus ist auch die Entwicklung der personellen Situation erfreulich. Das führt zu einer Konstellation mit Seltenheitswert.

Die gefährlichsten Aktionen von Anas Slimani bei Fortunas 2:1-Sieg in Münster erweckten zunächst den Anschein, als seien sie einstudiert – und von Alexander Ende vorgegeben. Doch das verneinte der Trainer hinterher.

Am Rande der Partie zwischen den beiden Zweitliga-Absteigern ereignete sich gleich eine ganze Reihe an Vorfällen. Erst wäre es fast zum direkten Aufeinandertreffen der beiden rivalisierenden Fanszenen gekommen, dann wurden zwei Minderjährige verletzt.

Die Verantwortlichen der Düsseldorfer hatten vor der englischen Woche klare Erwartungen: an die Mannschaft und ihren Coach. Das 2:1 beim Mitabsteiger aus dem Münsterland war deshalb für alle Beteiligten von großer Bedeutung. Doch war es auch die endgültige Wende?

Andreas Müller zählte beim wichtigen 2:1-Erfolg im Münsterland zu den besten und gefährlichsten Spielern der Düsseldorfer. Das lag nicht nur an seinem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Beim ganz späten 2:1-Erfolg im Preußenstadion spielte der Angreifer die Hauptrolle. Dabei stand sein Einsatz aus gesundheitlichen Gründen durchaus Spitz auf Knopf. Doch der 26-Jährige vertraute seinem Gefühl – sowohl vor der Partie als auch in der entscheidenden Situation.

In der Nachspielzeit ist Eric Hottmann im Auswärtsspiel bei Preußen Münster wieder zum umjubelten Helden geworden. Wie bereits beim Derbysieg gegen den MSV Duisburg entschied der Angreifer die Partie als Joker. Nach dem Tor gab es kein Halten mehr.
