Interessante Aussage nach Abpfiff: „Kann mich nur verplappern“ – Kölner Stil sorgt für Fortuna-Frust
Zwar wieder ein Spiel ohne Gegentor, diesmal ist es Andreas Müller aber nicht gelungen, für den entscheidenden Düsseldorfer Treffer zu sorgen. Der Siegtorschütze aus der Vorwoche sorgte nach dem Spiel für eine interessante Reaktion.

Am Sonntagabend traten die Düsseldorfer im Kölner Südstadion an. Nach intensiven 90 Minuten gab es ein torloses Remis – die neue Nummer eins der Ende-Elf avancierte dabei zum gefeierten Helden.

Für den 46-Jährigen ist Fortuna Köln mehr als ein früherer Verein. Im Südstadion begann seine Zeit als Cheftrainer im Herrenbereich – am Sonntag kehrt er als Düsseldorfer Coach dorthin zurück. Das Wiedersehen wird emotional, doch für 90 Minuten muss die Fußballromantik ruhen.

Zu Beginn der Transferperiode war es Fortuna nicht mal möglich, eine erste Elf zu stellen. Das sieht drei Monate später ganz anders aus. Mit dem letzten Schachzug gelang es Samir Arabi noch, eine neue Dimension ins Düsseldorfer Spiel zu bringen.

In Kaiserslautern musste sich der Linksverteidiger zuletzt hinten anstellen. In Düsseldorf soll das anders werden. Nach seinem gelungenen Einstand spricht der 29-Jährige über seinen Neustart am Rhein – und seine nächste Chance, sich zu zeigen.

Eine Verpflichtung geht noch auf das Konto von Sven Mislintat, danach folgten 18 Deals von Samir Arabi. Der komplette Umbruch bei Fortuna war eine Kraftanstrengung. Dabei war offensichtlich nicht möglich, alle Parameter gleichermaßen zu bedienen.

Der 19-Jährige kam mit großen Hoffnungen von Borussia Mönchengladbach nach Düsseldorf. Die berufliche Beziehung steht aber schon wieder vor der Trennung. Die Entwicklungen der vergangenen Wochen sprechen eher dafür, diesen Prozess voranzutreiben.

Mit fünf sicheren Ausfällen nehmen die Düsseldorfer die verhältnismäßig kurze Auswärtsreise nach Köln auf sich. Allerdings hat auch ein Stammspieler der vergangenen Wochen mit körperlichen Problemen zu kämpfen, sein Coach hat aber Hoffnung.

Der Drittligist steht vor einem entscheidenden Herbst: Im November werden fünf von neun Aufsichtsratsmitgliedern neu gewählt. Thomas Bollien und dem Wahlausschuss kommt dabei eine ganz besondere Rolle zu.

Der Drittligist hat jetzt deutlich mehr Möglichkeiten – aber auch ein Problem: Wie hält man 30 Profis durch eine Saison bei Laune? Trainer Alexander Ende kennt die Risiken und hat einen klaren Plan.

Der erste Saisonsieg hat bei den Düsseldorfern für Erleichterung gesorgt – auch beim Trainer. Doch an Abschalten war bei ihm offenbar nicht zu denken. Was er an seinem freien Tag stattdessen machte, verriet er mit einem Schmunzeln.

Samir Arabi hat zum Abschluss der laufenden Transferperiode noch mehrere Deals unter Dach und Fach gebracht. Sein Trainer gerät bei beiden Profis ins Schwärmen – und benennt ganz genau, was die Düsseldorfer Fans von Lukas Bornschein erwarten können.

Mehr als zwölf Millionen Euro investierte der ehemalige Düsseldorfer Sportdirektor Christian Weber in den vergangenen Wochen in Verstärkungen für die SV Elversberg. Von den Auswirkungen auf die Kaderstruktur profitiert nun Fortuna.

Alexander Ende musste schon vor dem 1:0-Sieg gegen die Stuttgarter U23 seine Kaderpläne kurzfristig umschmeißen, das war durch einen doppelten Ausfall unumgänglich. Die Alternativen stehen aber schon bereit.

Mit drei Abgangskandidaten ging Fortuna in den letzten Tag der Transferperiode. Wie erst am Mittwoch bekannt wurde, ist es Samir Arabi gelungen, noch einen weiteren Wechsel abwickeln zu können.

Der ehemalige Düsseldorfer Kapitän hat nach zwei Monaten der Vereinslosigkeit einen neuen Arbeitgeber gefunden. Kurz vor 20 Uhr am Dienstagabend wurde der 29-Jährige offiziell vorgestellt. Der Start könnte kaum vielversprechender sein.

Für Samir Arabi endet seine erste Transferperiode als Fortuna-Sportvorstand mit insgesamt 19 Verpflichtungen. Zum Abschluss setzte der gebürtige Aachener noch auf einen Doppelschlag. Einen der beiden Kandidaten hatte kaum jemand auf dem Zettel.

Mit dem Schlusspfiff um 20 Uhr am Dienstagabend gibt es keine Möglichkeit mehr, Spieler innerhalb der deutschen Ligen zu transferieren. Dennoch hat sich die Situation rund um Fortunas Abgangskandidat noch einmal verändert.
