„Haben wir länger gesucht“: Transfer-Wunsch der Fans wird erhört – Fortuna profitiert von Millionen-Offensive
Mehr als zwölf Millionen Euro investierte der ehemalige Düsseldorfer Sportdirektor Christian Weber in den vergangenen Wochen in Verstärkungen für die SV Elversberg. Von den Auswirkungen auf die Kaderstruktur profitiert nun Fortuna.

Alexander Ende musste schon vor dem 1:0-Sieg gegen die Stuttgarter U23 seine Kaderpläne kurzfristig umschmeißen, das war durch einen doppelten Ausfall unumgänglich. Die Alternativen stehen aber schon bereit.

Mit drei Abgangskandidaten ging Fortuna in den letzten Tag der Transferperiode. Wie erst am Mittwoch bekannt wurde, ist es Samir Arabi gelungen, noch einen weiteren Wechsel abwickeln zu können.

Der ehemalige Düsseldorfer Kapitän hat nach zwei Monaten der Vereinslosigkeit einen neuen Arbeitgeber gefunden. Kurz vor 20 Uhr am Dienstagabend wurde der 29-Jährige offiziell vorgestellt. Der Start könnte kaum vielversprechender sein.

Für Samir Arabi endet seine erste Transferperiode als Fortuna-Sportvorstand mit insgesamt 19 Verpflichtungen. Zum Abschluss setzte der gebürtige Aachener noch auf einen Doppelschlag. Einen der beiden Kandidaten hatte kaum jemand auf dem Zettel.

Mit dem Schlusspfiff um 20 Uhr am Dienstagabend gibt es keine Möglichkeit mehr, Spieler innerhalb der deutschen Ligen zu transferieren. Dennoch hat sich die Situation rund um Fortunas Abgangskandidat noch einmal verändert.

Das erste Training der Woche fand ohne Abgangskandidat Kilian Sauck statt. Zwei weitere Spieler, deren Zukunft am letzten Tag der Transferperiode noch offen war, standen hingegen über die komplette Einheit hinweg auf dem Rasen. Das ist der aktuelle Stand.

Seit genau zwei Monaten ist Florian Kastenmeier nun vereinslos. Nach seinem Düsseldorf-Abschied Ende Juni waren viele Beobachter überrascht, dass er sich derart lange auf Vereinssuche befindet. Nun zeichnet sich eine neue Konstellation für seinen nächsten Karriereschritt ab.

Fortuna leiht den Innenverteidiger vom VfL Osnabrück bis zum Saisonende aus. Doch der Deal hat eine Hintertür: Unter bestimmten Voraussetzungen könnte Bornschein deutlich länger in Düsseldorf bleiben.

Kurz vor dem „Deadline Day“ macht der Drittligist ernst: Ein Erstliga-Profi soll zur Mannschaft von Trainer Alexander Ende stoßen. Es fehlt nur noch der letzte Schritt.

Die letzte Frage schien beantwortet, die Pressekonferenz vorbei. Doch dann wurde der Düsseldorfs Trainer Alexander Ende nach dem Heimsieg gegen die U23 des VfB Stuttgart noch einmal deutlich – und machte einem seiner Spieler ein bemerkenswertes Kompliment.

Ein geplanter Wechsel hat bei den Düsseldorfern gegen die U23 des VfB Stuttgart einen Dominoeffekt ausgelöst. Erst meldete sich ein Spieler, dann der nächste – und plötzlich stand der Trainer vor gleich drei Baustellen.

Erst vor einem halben Jahr ist der Mittelfeldspieler nach Düsseldorf gewechselt, doch schon jetzt hat er am Rhein keine Perspektive mehr. Deshalb sollen sich die Wege bis zum Ende der Transferperiode trennen. Die Lage bleibt allerdings verzwickt.

Schon nach zwei Drittliga-Spielen musste Lasse Rieß seinen Platz zwischen den Pfosten räumen. Nach dem 1:0 gegen die U23 des VfB Stuttgart verriet der Coach, warum er sich unter der Woche für Louis Lord als neue Nummer eins entschieden hatte.

Die aktive Fanszene der Düsseldorfer hat sich erstmals zum anhaltenden Abwärtstrend und den Störfeuern der vergangenen Wochen geäußert. Vor dem Spiel gegen Stuttgart hing sie im Stadion ein riesiges Transparent auf – und präzisierte ihre Kritik auf einem anderen Weg.

Bis zum Ende der Wechselfrist am kommenden Dienstag bleibt für den Sportvorstand des Drittligisten einiges zu tun: Die Düsseldorfer wollen sich noch auf zwei weiteren Positionen verstärken. Allerdings sind sie von mehreren Faktoren abhängig.

Nach dem verpatzten Saisonstart hat Trainer Alexander Ende die Hierarchie zwischen den Pfosten verändert: Vor dem Stuttgart-Sieg übernahm Louis Lord die Rolle der Nummer eins von Lasse Rieß übernommen. Hat sich das persönliche Verhältnis der beiden Kontrahenten nun verändert?

Es war die entscheidende Situation: Mit seinem erlösenden Treffer führte der Mittelfeldspieler die Düsseldorfer am Freitag zum 1:0-Sieg gegen die U23 des VfB Stuttgart. Unter anderen Umständen wäre es dazu aber möglicherweise überhaupt nicht gekommen.

So gut gelaunt wie nach dem 1:0-Erfolg gegen die U23 des VfB Stuttgart war der Trainer des Drittligisten lange nicht mehr. Dabei hatte ihn auch am Freitag zwischenzeitlich ein ungutes Gefühl beschlichen. Dann folgte allerdings ein „total wichtiger Moment“.
