Wechsel auch nach dem „Deadline Day“ möglich: Nächste Runde im Transfer-Poker um Sauck – für Fortuna immerhin kleiner Fortschritt
Mit dem Schlusspfiff um 20 Uhr am Dienstagabend gibt es keine Möglichkeit mehr, Spieler innerhalb der deutschen Ligen zu transferieren. Dennoch hat sich die Situation rund um Fortunas Abgangskandidat noch einmal verändert.

Das erste Training der Woche fand ohne Abgangskandidat Kilian Sauck statt. Zwei weitere Spieler, deren Zukunft am letzten Tag der Transferperiode noch offen war, standen hingegen über die komplette Einheit hinweg auf dem Rasen. Das ist der aktuelle Stand.

Seit genau zwei Monaten ist Florian Kastenmeier nun vereinslos. Nach seinem Düsseldorf-Abschied Ende Juni waren viele Beobachter überrascht, dass er sich derart lange auf Vereinssuche befindet. Nun zeichnet sich eine neue Konstellation für seinen nächsten Karriereschritt ab.

Vor jedem Spiel von Fortuna können Sie ab sofort Ihre eigene Startelf zusammenstellen – und kurz vor dem Anpfiff sehen, wie nah Sie an der echten Aufstellung von Chefcoach Alexander Ende lagen.

Arbeitsreiche Wochen liegen hinter dem Fortuna-Trainer, in denen wahrlich nicht jede Entscheidung auch gepasst hat. Allerdings gibt es besonders bei einer Personalie Anlass für den 46-Jährigen und die Fans, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken.

Der erste Transfersommer von Samir Arabi als Fortuna-Sportvorstand neigt sich dem Ende entgegen. Doch die finalen Entscheidungen stehen noch aus. In den vergangenen beiden Wochen ist ein weiteres Thema hinzugekommen.

Abstieg, kompletter Neuaufbau, kaum Personal: Der Sportvorstand des Drittligisten hat im Sommer einen äußerst schwierigen Job angetreten. Nach den beiden Niederlagen zum Saisonstart erhält er nun verbale Unterstützung von einem Bundesliga-Kollegen.

Nach dem verpatzten Saisonstart ist der Druck auf den Coach schnell gewachsen. Beim „Rheinischen Fußballgipfel der Rheinischen Post“ nimmt ihn der Sportvorstand teilweise in Schutz und spricht darüber, wie viel Geduld in einer solchen Situation möglich ist.

Dem Manager ist es früh gelungen, Stützen wie Jorrit Hendrix und Fabian Schleusener nach Düsseldorf zu lotsen. Beim „Rheinischen Fußballgipfel der Rheinischen Post“ erklärt der Sportvorstand des Drittligisten den Folgeeffekt der ersten Deals.

Gegen Mannheim und Freiburg stand der zentrale Mittelfeldspieler von Anfang an auf dem Platz, gegen Hoffenheim allerdings nicht einmal im Kader. Ein Hin und Her, das Rätsel aufgibt, für das es offenbar aber konkrete Gründe gibt.

Nach einer verkorksten Vorsaison im Trikot von Fortuna läuft es auch in der Sommer-Vorbereitung alles andere als ideal für Sotiris. Nach Wochen des individuellen Trainings abseits der Mannschaft ist nun noch die Chance auf einen Wechsel in die Türkei geplatzt.

Das Transferfenster schließt in der kommenden Woche. Einige Fragen sind bei Fortuna noch zu beantworten. Allerdings gelingt es einem der Abgangskandidaten nicht, sich für etwaige Interessenten in den Fokus zu spielen. Vielmehr verschlechtert sich die Situation.

Zwei Niederlagen in den ersten beiden Drittliga-Partien, dazu das erwartbare Aus im DFB-Pokal: Der Absteiger ist bislang noch überhaupt nicht in der Spur. Im Umfeld wächst deshalb die Kritik – und sie erreicht auch das Innere der Mannschaft.

Bei einigen Verpflichtungen im für Samir Arabi ausgesprochen arbeitsreichen Transfersommer war für den Sportvorstand Geduld gefragt. Es zeichnet sich aber ab, dass sich die besonders bei einer Personalie auszahlen dürfte.

Der Frust war nach der Pleite gegen die Hoffenheimer U23 enorm – und hat sich gerade unter den Fans auch gegen den Trainer gerichtet. Dem 46-Jährigen ist es aber gelungen, die Auffassung in der Kabine offensichtlich anders ausfallen zu lassen.

Mit einer guten Leistung gegen den SC Freiburg hat sich der etatmäßige Ersatztorhüter in den Fokus gespielt. Denn ohne den 22-Jährige wäre die Niederlage wohl noch höher ausgefallen. Mit Blick auf die Zukunft positioniert er sich deutlich.

Nach den beiden Pleiten zum Drittliga-Auftakt ist die Kritik am Trainer lauter geworden. Gerade der Auftritt gegen Hoffenheims U23 sorgte für Unmut bei vielen Fans. Da dürfte eine spezielle Reaktion nach dem Pokal-Aus gegen Freiburg wohltuend gewesen sein.

Erst in der Dritten Liga, nun auch im DFB-Pokal: Fortuna hat einfach kein Glück mit wichtigen Entscheidungen der Unparteiischen. Beim 1:5 gegen Freiburg war der Trainer nicht nur mit einer Situation alles andere als glücklich.

Bis zum Ende der Transferperiode in der kommenden Woche wollen die Verantwortlichen des Drittligisten den Kader noch auf bis zu drei Positionen verstärken. Die erste dieser Baustellen ist nun geschlossen, der Vollzug steht unmittelbar bevor.

Trotz der 1:5-Pleite gegen den SC Freiburg und des Ausscheidens aus dem DFB-Pokal hat der Torhüter mächtig Eigenwerbung betrieben. Mit seiner starken Leistung könnte er nun den etatmäßigen Stammkeeper in Bedrängnis bringen. Wie entscheidet der Trainer?
