Es geht um das dicke Ende-Minus: Wer sich auf Fortunas Trainerwechsel-Effekt in Rostock versteift, begeht einen Denkfehler
Im Vorfeld der Partie im Ostseestadion sprach Samir Arabi noch einmal über die Entscheidung, Alexander Ende zu entlassen. Seine Reaktion verdeutlichte, wieso nicht das Ergebnis beim Langeneke-Einstand entscheidend ist.

Nur zwei Tage nach ihrer ersten Saisonniederlage hat die Düsseldorfer EG wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden und souverän gegen den EC Bad Nauheim gewonnen. Gegen den Tabellenletzten der DEL2 heißt es schon nach zehn Minuten 4:0, am Ende dann 6:1. Wir haben alle Highlights für Sie.

Ohnehin blieb Jens Langeneke nicht viel Zeit, um seine neue Mannschaft auf die Herausforderungen des Auswärtsspiels bei den ambitionierten Rostockern einzustellen. Für ihn wurde es aber noch einmal komplizierter.

Nach dem Trainerwechsel von Alexander Ende zu Jens Langeneke setzten die Düsseldorfer im Ostseestadion auf eine neue Grundordnung. Dadurch änderte sich auch für den Youngster so einiges.

Nicht einfach zwei Wochen nach Fortuna spätem Siegtreffer in Münster kam es beim Auswärtsspiel in Rostock beinahe zur Duplizität der Ereignisse. Allerdings verpasste das Team von Trainer Jens Langeneke diesmal das Happy End knapp.

Der ehemalige DEG-Stürmer Stephen Harper sucht in Bad Nauheim eine neue Chance. Die Hessen hoffen auf seine Hilfe, denn aktuell befindet sich der EC im Tabellenkeller. Am Sonntag kommt Harper bei seinem Ex-Klub vorbei.

Beim Einstand der Düsseldorfer Vereinsikone als Profitrainer gab es ein 1:1 im Spitzenspiel bei Hansa Rostock. Nach Abpfiff gab Langeneke eine detaillierte Einschätzung, wie er die ersten 90 Minuten des Teams nach dem Trainerwechsel gesehen hat.

Beim Langeneke-Debüt gab es eine frühe Schrecksekunde: Steven van der Sloot, der erstmals im Mittelfeld zum Einsatz kam, musste nach einer Szene, die bereits beim Zusehen wehtat, ausgewechselt und genäht werden.

Schon auf dem Rasen machte der Düsseldorfer Angreifer in der ersten Hälfte keinen Hehl aus seiner Fassungslosigkeit. Anders sah es nach dem 1:1 in Rostock nicht aus. Sportdirektor Patrick Fabian pflichtete dem Angreifer bei.

Im Vorfeld des Düsseldorfer Auswärtsspiels im Ostseestadion warteten die Fans gespannt darauf, in welchem System die Gäste antreten werden. Dann gab es aber auch personelle Überraschungen – allesamt mit demselben Hintergrund.

Die Blicke der Düsseldorfer Fans waren auf Jens Langeneke gerichtet: Schließlich feierte der neue Coach seinen Einstand beim Drittligisten – und brachte zumindest etwas Zählbares mit in die Heimat.

Die DEG findet gegen kompakte Regensburger keine offensiven Antworten und verliert 0:4. Nach zwölf Gegentoren in den vergangenen drei Partien wird das Spiel gegen den EC Bad Nauheim zur Standortbestimmung.

Neuer Trainer, hohe Erwartungen und dann die ersten Pfiffe von den eigenen Rängen. So ist die Ausgangslage beim Gegner; ausgerechnet vor der Premiere von Jens Langeneke als Düsseldorfer Coach.

Bei ihrer ersten Saisonniederlage klappt bei der DEG all das nicht, was bislang funktioniert hatte: Die Offensive war harmlos, die Unterzahl anfällig, und dann kam noch Pech dazu. Am Ende steht in Regensburg ein verdientes 0:4. Am Sonntag muss sie beweisen, dass das nicht mehr als ein Ausrutscher war.

Im Gespann mit dem kürzlich verstorbenen Peter Hermann ebnete der gebürtige Mönchengladbacher nach einer chaotischen Phase beim FC Bayern München den Weg zu einer stabileren Zukunft. Es gibt einige Parallelen zur aktuellen Fortuna-Situation.

Zum Abschluss der Transferperiode nahm Fortuna in Filimon Gerezgiher noch einen Flügelspieler mit viel Tempo unter Vertrag. Doch schon mehrere Monate zuvor hatten die Verantwortlichen einen Alternativ-Kandidaten auf dem Zettel.
