Offener Austausch mit Arabi: „Auch überrascht“ – Fortuna-Leistungsträger spricht über Transfer-Thematik
Nach dem Abstieg im Mai standen den Düsseldorfern nicht einmal elf Spieler mit gültigem Vertrag zur Verfügung. Mittlerweile ist nicht nur der Kader wieder deutlich größer, auch ein Routinier ist von der Entwicklung angetan.

Am Freitag treffen sich die Starbulls Rosenheim und die DEG zum Zweitliga-Duell. Vor fast 40 Jahren waren die beiden Teams noch Dauerrivalen um den Meistertitel in der Bundesliga. Mittendrin: der Deutsch-Kanadier Manfred Wolf.

In den vergangenen Wochen befanden sich noch einige ehemalige Düsseldorfer auf Vereinssuche. Während Florian Kastenmeier schließlich in Rotterdam unterschrieb, kam einer seiner ehemaligen Teamkollegen bei keinem anderen Verein unter.

Über Monate musste sich der Sportvorstand komplett auf den Kaderumbau mit insgesamt 19 externen Zugängen fokussieren. Mittlerweile ist die neue Strukturierung seines Arbeitsbereiches in vollem Gange.

Erst gekündigt, dann befördert: Patrick Fabian soll Samir Arabi künftig als Sportdirektor unterstützen. Vorher musste der Sportvorstand aber erstmal verhindern, dass der Ex-Profi die Düsseldorfer verlässt. Denn eigentlich war sein Abgang schon klar.

Seit der Trennung von Christian Weber vor einem Dreivierteljahr war der zweitwichtigste Posten im sportlichen Bereich unbesetzt. Doch nun haben die Düsseldorfer eine Lösung gefunden, die nicht nur naheliegt, sondern auch einen wirtschaftlichen Vorteil hat.

In den ersten Monaten ihrer Zusammenarbeit haderte Alexander Ende ausgerechnet mit dem Element im Spiel von Jomaine Consbruch, das den Mittelfeldakteur bei seinen vorherigen Stationen gefährlich machte. Doch die Anpassung ist in vollem Gange.

Marko Raita firmiert bei der DEG offiziell als Development Coach, verantwortet aber auch das Spiel ohne Puck – mit Erfolg. Mit sieben Gegentoren nach vier Spielen stellen die Düsseldorfer die beste Abwehr der DEL2. Damit übertreffen sie die Erwartungen an den Kader. Doch die Trainer fordern mehr Aktivität.

Florian Kastenmeier und Marcel Lotka haben sich nach dem Abstieg gegen die Option entschieden, mit den Düsseldorfern in die Dritte Liga zu gehen – und Florian Schock hat den Verein ebenfalls verlassen. Seitdem gab es gleich zwei neue Hierarchien zwischen den Pfosten.

Aktuell haben die Düsseldorfer einen 30-Mann-Kader – daher bot es sich an, noch alternative Lösungen für ein Duo zu finden. Es verdichten sich die Anzeichen, dass dieser Plan aufgeht.

David Lewandowski ist zurück in Kanada und hat sich erneut den Saskatoon Blades aus der WHL angeschlossen. Das war nicht zwingend sein Plan, aber das hindert ihn nicht daran, gleich wieder Tore zu schießen.

Hinter den Düsseldorfern liegen kräftezehrende Wochen mit insgesamt zehn Pflichtspielen. Alexander Ende nutzte die Gelegenheit, immer wieder Wechsel in der Startelf vorzunehmen. Bei Philipp Förster überraschte er jedoch.

Jonas Langmann und Niklas Lunemann überzeugen am Wochenende mit starken Paraden. Das DEG-Torhütergespann gibt dem Team Sicherheit und kassiert in zwei Spielen nur ein Gegentor. Die Abwehr bleibt dennoch gefordert.

Nach den drei Auswärtssiegen zum Auftakt gewinnen die Düsseldorfer Eishockeyprofis auch ihr erstes Heimspiel. Beim 3:0 gegen den ECDC Memmingen ist Torwart Niklas Lunemann der beste DEG-Spieler. Ansonsten blieb viel Luft nach oben – auch beim Drumherum. Im Dome streikte die Technik.

Seit Wochen fiebert die Düsseldorfer EG auf das erste Spiel der neuen Saison im Dome hin – und muss nun infolge eines Konzerts mit einer technischen Panne leben, die das Erlebnis einiger Fans merklich beeinträchtigen wird.
