Lösung erst nach dem „Deadline Day“?: Fortuna in der Sauck-Sackgasse – Ex-Gladbach-Talent hat nur noch zwei Optionen
Erst vor einem halben Jahr ist der Mittelfeldspieler nach Düsseldorf gewechselt, doch schon jetzt hat er am Rhein keine Perspektive mehr. Deshalb sollen sich die Wege bis zum Ende der Transferperiode trennen. Die Lage bleibt allerdings verzwickt.

Schon nach zwei Drittliga-Spielen musste Lasse Rieß seinen Platz zwischen den Pfosten räumen. Nach dem 1:0 gegen die U23 des VfB Stuttgart verriet der Coach, warum er sich unter der Woche für Louis Lord als neue Nummer eins entschieden hatte.

Die aktive Fanszene der Düsseldorfer hat sich erstmals zum anhaltenden Abwärtstrend und den Störfeuern der vergangenen Wochen geäußert. Vor dem Spiel gegen Stuttgart hing sie im Stadion ein riesiges Transparent auf – und präzisierte ihre Kritik auf einem anderen Weg.

Bis zum Ende der Wechselfrist am kommenden Dienstag bleibt für den Sportvorstand des Drittligisten einiges zu tun: Die Düsseldorfer wollen sich noch auf zwei weiteren Positionen verstärken. Allerdings sind sie von mehreren Faktoren abhängig.

Nach dem verpatzten Saisonstart hat Trainer Alexander Ende die Hierarchie zwischen den Pfosten verändert: Vor dem Stuttgart-Sieg übernahm Louis Lord die Rolle der Nummer eins von Lasse Rieß übernommen. Hat sich das persönliche Verhältnis der beiden Kontrahenten nun verändert?

Es war die entscheidende Situation: Mit seinem erlösenden Treffer führte der Mittelfeldspieler die Düsseldorfer am Freitag zum 1:0-Sieg gegen die U23 des VfB Stuttgart. Unter anderen Umständen wäre es dazu aber möglicherweise überhaupt nicht gekommen.

So gut gelaunt wie nach dem 1:0-Erfolg gegen die U23 des VfB Stuttgart war der Trainer des Drittligisten lange nicht mehr. Dabei hatte ihn auch am Freitag zwischenzeitlich ein ungutes Gefühl beschlichen. Dann folgte allerdings ein „total wichtiger Moment“.

Eigentlich war Dominique Heintz für das Spiel gegen die U23 des VfB Stuttgart fest eingeplant. Am Ende stand der Innenverteidiger beim wichtigen 1:0-Sieg aber nicht einmal im Kader. Wie lange muss er pausieren?

Beim befreienden 1:0-Sieg gegen die U23 des VfB Stuttgart steht der Youngster zum ersten Mal in der Startelf und erwischt einen Sahnetag. Hinter seinem starken Auftritt steckt ein simples Rezept, von dem die Düsseldorfer auch in den kommenden Wochen profitieren können.

Der dritte Anlauf ist erfolgreich: Die Düsseldorfer feiern gegen die U23 des VfB Stuttgart einen 1:0-Sieg und holen die ersten Punkte der Saison. Während der zuletzt in der Kritik stehende Trainer durchatmen kann, beeindruckt vor allem ein Startelfdebütant.

Sie gehören weiterhin zum Kader, spielen im Training der Profis derzeit aber keine Rolle: Drei Spieler müssen sich bei der U23 ihre Spielpraxis holen. Das sorgt gerade mit Blick auf den nahenden Transferschluss für Fragen.

Vor jedem Spiel von Fortuna können Sie ab sofort Ihre eigene Startelf zusammenstellen – und kurz vor dem Anpfiff sehen, wie nah Sie an der echten Aufstellung von Chefcoach Alexander Ende lagen.

Das Transferfenster schließt in der kommenden Woche. Einige Fragen sind bei Fortuna noch zu beantworten. Allerdings gelingt es einem der Abgangskandidaten nicht, sich für etwaige Interessenten in den Fokus zu spielen. Vielmehr verschlechtert sich die Situation.

Die Düsseldorfer hoffen nach dem Fehlstart auf Erfolgserlebnisse. Der Leihspieler soll dabei helfen – nicht nur auf dem Platz, sondern auch mit einer Haltung, die Fortuna jetzt dringend braucht.

Die Pokalroutine des kommenden Gegners ist beeindruckend. Deshalb ruhen Fortunas Hoffnungen auf einigen wenigen Spielern – und genau sie könnten am Sonntag gegen Freiburg besonders wichtig werden.

Der Favorit aus Freiburg kommt mit Rückenwind nach Düsseldorf. Doch die Rheinländer haben durchaus Möglichkeiten, dem Bundesligisten im DFB-Pokal das Leben schwer zu machen. Dafür muss Fortuna heute den richtigen Hebel finden.

Im Karriererückblick spricht der ehemalige Düsseldorfer Raphael Wolf offen darüber, warum er sich trotz einiger lukrativer Angebote für die Rheinländer entschied. Eine Person spielte für ihn eine entscheidende Rolle.

Die Rollen sind klar verteilt – Bundesligist Freiburg geht als klarer Favorit in das Pokalduell, Düsseldorf als Außenseiter. Auf Tim Oberdorf wartet kurz nach seinem 30. Geburtstag beim Erstrundenspiel eine besondere Konstellation.

Zum Fortuna-Spiel gegen Hoffenheims U23 krempelte Alexander Ende die Mannschaft in allen Bereichen um. Nun zeichnen sich wieder Veränderungen ab. Besonders bei einer Personalie hat das für die Düsseldorfer einen positiven Hintergrund.

Nach dem Fehlstart in der Liga und dem ernüchternden 0:2 gegen Hoffenheims Zweitvertretung wartet im Pokal nun ein Gegner von anderem Kaliber auf die Düsseldorfer. Am Sonntag zeigt sich, ob die Mannschaft dem Druck standhält – oder die Zweifel weiter wachsen.
