Gehaltsbudget wird in wenigen Wochen frei: Komplizierte letzte Transfer-Aufgabe für Arabi – mit drei Fortuna-Bedingungen
Der erste Transfersommer von Samir Arabi als Fortuna-Sportvorstand neigt sich dem Ende entgegen. Doch die finalen Entscheidungen stehen noch aus. In den vergangenen beiden Wochen ist ein weiteres Thema hinzugekommen.

Seit Donnerstag steht fest, wann die fünf zur Wahl stehenden Posten des Kontrollgremiums neu vergeben werden: Die Mitgliederversammlung des Drittligisten findet am 15. November statt. Zur ersten Veränderung im Aufsichtsrat könnte es aber schon vorher kommen.

Abstieg, kompletter Neuaufbau, kaum Personal: Der Sportvorstand des Drittligisten hat im Sommer einen äußerst schwierigen Job angetreten. Nach den beiden Niederlagen zum Saisonstart erhält er nun verbale Unterstützung von einem Bundesliga-Kollegen.

75 Jahre nach ihrem ersten Gastspiel ist die Düsseldorfer EG zurück bei den Tilburg Trappers. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg war das eine hochpolitische Angelegenheit, damit sich die Länder wieder annähern. Am Freitagabend ist es ein Test, bei dem vor allem junge Spieler Eiszeit bekommen.

Nach dem verpatzten Saisonstart ist der Druck auf den Coach schnell gewachsen. Beim „Rheinischen Fußballgipfel der Rheinischen Post“ nimmt ihn der Sportvorstand teilweise in Schutz und spricht darüber, wie viel Geduld in einer solchen Situation möglich ist.

Dem Manager ist es früh gelungen, Stützen wie Jorrit Hendrix und Fabian Schleusener nach Düsseldorf zu lotsen. Beim „Rheinischen Fußballgipfel der Rheinischen Post“ erklärt der Sportvorstand des Drittligisten den Folgeeffekt der ersten Deals.

Wer steht am Freitag gegen die U23 des VfB Stuttgart beim Drittligisten zwischen den Pfosten: Louis Lord und Lasse Rieß? Die Entscheidung ist bereits gefallen, doch der Trainer hüllt sich in Schweigen. Dabei lässt sich genau daraus ein Rückschluss ziehen.

Gegen Mannheim und Freiburg stand der zentrale Mittelfeldspieler von Anfang an auf dem Platz, gegen Hoffenheim allerdings nicht einmal im Kader. Ein Hin und Her, das Rätsel aufgibt, für das es offenbar aber konkrete Gründe gibt.

Nach einer verkorksten Vorsaison im Trikot von Fortuna läuft es auch in der Sommer-Vorbereitung alles andere als ideal für Sotiris. Nach Wochen des individuellen Trainings abseits der Mannschaft ist nun noch die Chance auf einen Wechsel in die Türkei geplatzt.

Das Transferfenster schließt in der kommenden Woche. Einige Fragen sind bei Fortuna noch zu beantworten. Allerdings gelingt es einem der Abgangskandidaten nicht, sich für etwaige Interessenten in den Fokus zu spielen. Vielmehr verschlechtert sich die Situation.

Die Düsseldorfer hoffen nach dem Fehlstart auf Erfolgserlebnisse. Der Leihspieler soll dabei helfen – nicht nur auf dem Platz, sondern auch mit einer Haltung, die Fortuna jetzt dringend braucht.

Zwei Niederlagen in den ersten beiden Drittliga-Partien, dazu das erwartbare Aus im DFB-Pokal: Der Absteiger ist bislang noch überhaupt nicht in der Spur. Im Umfeld wächst deshalb die Kritik – und sie erreicht auch das Innere der Mannschaft.

Mit Mateu Späth und Noah Münzenberger erhalten zwei Talente der Kölner Haie eine Förderlizenz bei der DEG. Während Späth eine nicht unwichtige Planstelle im Düsseldorfer Aufgebot besetzt, wird Münzenberger seine erste Saison in der DEL2 erleben.

Bei einigen Verpflichtungen im für Samir Arabi ausgesprochen arbeitsreichen Transfersommer war für den Sportvorstand Geduld gefragt. Es zeichnet sich aber ab, dass sich die besonders bei einer Personalie auszahlen dürfte.

Der Frust war nach der Pleite gegen die Hoffenheimer U23 enorm – und hat sich gerade unter den Fans auch gegen den Trainer gerichtet. Dem 46-Jährigen ist es aber gelungen, die Auffassung in der Kabine offensichtlich anders ausfallen zu lassen.
