Am Rande der Partie zwischen den beiden Zweitliga-Absteigern ereignete sich gleich eine ganze Reihe an Vorfällen. Erst wäre es fast zum direkten Aufeinandertreffen der beiden rivalisierenden Fanszenen gekommen, dann wurden zwei Minderjährige verletzt.
Die Verantwortlichen der Düsseldorfer hatten vor der englischen Woche klare Erwartungen: an die Mannschaft und ihren Coach. Das 2:1 beim Mitabsteiger aus dem Münsterland war deshalb für alle Beteiligten von großer Bedeutung. Doch war es auch die endgültige Wende?
Andreas Müller zählte beim wichtigen 2:1-Erfolg im Münsterland zu den besten und gefährlichsten Spielern der Düsseldorfer. Das lag nicht nur an seinem Treffer zum zwischenzeitlichen Ausgleich.
Beim ganz späten 2:1-Erfolg im Preußenstadion spielte der Angreifer die Hauptrolle. Dabei stand sein Einsatz aus gesundheitlichen Gründen durchaus Spitz auf Knopf. Doch der 26-Jährige vertraute seinem Gefühl – sowohl vor der Partie als auch in der entscheidenden Situation.
In der Nachspielzeit ist Eric Hottmann im Auswärtsspiel bei Preußen Münster wieder zum umjubelten Helden geworden. Wie bereits beim Derbysieg gegen den MSV Duisburg entschied der Angreifer die Partie als Joker. Nach dem Tor gab es kein Halten mehr.
In den vergangenen Tagen ist der Druck auf die Düsseldorfer wieder gehörig gewachsen. Beim Mitabsteiger aus dem Münsterland war ein Sieg deshalb fast schon Pflicht. Und er gelang: Der eingewechselte Angreifer traf kurz vor Schluss zur Erlösung.
Wegen des sportlichen Niedergangs der Düsseldorfer streben so viele Personen ein Mandat im Kontrollgremium an wie selten zuvor. Den Wahlausschuss stellt die hohe Bewerberzahl allerdings vor ein Problem: Trifft er eine Vorauswahl – oder dürfen alle Interessenten am 15. November antreten?
Beim 2:2-Remis gegen den SC Verl beschwerte sich das Düsseldorfer Trainerteam mehrfach über die Entscheidungen des Unparteiischen. Gerade Andreas Müller musste sich nach einer Fehlentscheidung lange merklich zurückhalten.
Im Trikot von Curaçao ist der Angreifer während der Länderspielpause mächtig aufgeblüht. Doch zurück in Düsseldorf, gab es für den 22-Jährigen den nächsten Rückschlag – allerdings selbstverschuldet. Dabei täte er den Rheinländern in Top-Form unheimlich gut.
Seine Auftritte für die Düsseldorfer waren bisher nicht immer berauschend, doch dafür gibt es einen möglichen Grund. Vor dem Duell gegen Preußen Münster, seinen Ex-Verein, spricht der Kapitän erstmals über ein Problem, das ihn bereits seit einiger Zeit begleitet.
Nach dem 2:2 gegen Verl ist der Druck auf den Drittligisten und seinen Trainer wieder erheblich gewachsen. Am Montag gab es eine Reihe interner Gespräche, am Dienstag äußerte sich der Coach selbst zur aktuellen Situation – und am Mittwoch geht’s nach Münster.
Insgesamt 29 Personen wollen sich im November ins Kontrollgremium des Drittligisten wählen lassen. An der Rechtmäßigkeit der letzten beiden Bewerbungen sind am Wochenende allerdings Zweifel aufgekommen. Irrtümlicherweise, wie sich inzwischen herausgestellt hat.
Beim enttäuschenden 2:2 gegen den SC Verl wartete der Trainer für seine Verhältnisse lange, um in der zweiten Hälfte die ersten Wechsel zu vollziehen. Allerdings musste sich einer seiner Schützlinge letztlich über die gesamten 90 Minuten durchquälen.
Von Anfang an hätte der Angreifer beim 2:2 gegen Verl wahrscheinlich nicht auf dem Platz gestanden. Letztlich fehlte er den Düsseldorfern am Sonntag aber komplett. Was Trainer Alexander Ende dazu sagte – und ob er schon am Mittwoch wieder dabei sein könnte.
Der Führungsspieler war auch beim 2:2 gegen den SC Verl der beste Düsseldorfer. Allerdings konnte sich der 30-Jährige nach dem Abpfiff nicht für seinen Treffer feiern lassen, sondern musste im Anschluss an das nächste sieglose Spiel auf kritische Fragen reagieren.
Stagnation statt Aufholjagd: Nach dem 2:2 gegen Verl treten die Düsseldorfer auf der Stelle. Ein völliger Weltuntergang ist das Remis zwar nicht, dennoch werden Unruhe und Frust am Rhein wieder größer. Die kommenden Tage geben den weiteren Kurs vor.
In der 82. Minute hatte ein Teil der Düsseldorfer Anhänger genug gesehen und forderte deutlich hörbar die Entlassung des Chefcoachs. Nicht einmal eine Stunde nach dem 2:2 gegen Verl äußerte sich Alexander Ende zu diesem Novum.
Nach zehn Backstreet-Boys-Konzerten und einer dreiwöchigen Drittliga-Pause wurde in der Stockumer Arena am Sonntag wieder Fußball gespielt. Im Duell mit dem SC Verl kamen die Düsseldorfer trotz bester Gelegenheiten aber nicht über ein 2:2 hinaus. Das Publikum nahm den Trainer ins Visier.
Ihre Unterlagen sind erst nach dem Ablauf der Frist eingetroffen, dennoch waren sie pünktlich: Deshalb ist die Zahl der Interessenten für einen Platz im Kontrollgremium des Drittligisten noch einmal gestiegen. Der genaue Grund hat mit der Post zu tun.
Unter der Woche hat der ehemalige Coach der Düsseldorfer erneut über sein Aus am Rhein gesprochen. Diesmal ergänzte er seine Version aber um eine bislang unbekannte Passage, die hohe Wellen schlug. Der Ex-Sportvorstand wehrt sich nun dagegen – und mit ihm auch ein eigentlich Unbeteiligter.