Die Jahreshauptversammlung rückt näher: Am übernächsten Sonntag vergeben die Mitglieder des Drittligisten fünf von neun Plätzen im Kontrollgremium neu. Ein Kandidat sieht sich selbst in einem Interessenkonflikt – und hat für den Fall der Fälle einen Plan.
Kurz vor Ende der Transferperiode entschied sich Filimon Gerezgiher, den Bundesliga-Aufsteiger Elversberg zu verlassen, um in der Dritten Liga bei Fortuna regelmäßiger eingesetzt zu werden. Es ergab sich eine spezielle Konstellation.
Der Ex-Düsseldorfer spielt mittlerweile in Bulgarien wurde dort zuletzt Vizemeister. Auch mit den Rheinländern feierte er Erfolge – und erinnert sich gerne daran. Dazu verrät er, wer ihn besonders geprägt und was ihm nach der verlorenen Relegation Mut gemacht hat.
Die Mittelfeld-Raute unter Ex-Trainer Alexander Ende ist Geschichte. Unter Jens Langeneke, seinem Nachfolger, sind andere Profile gefragt – und dazu eine gewisse Flexibilität. Das spielt besonders einem Sommerzugang in die Karten.
Neben dem Langzeitverletzten Felix Meiser müssen die Düsseldorfer bei der Partie am 13. Spieltag auf drei weitere Spieler verzichten. Allerdings nennt Fortuna-Trainer Langeneke mehrere Optionen, um den Ausfall von Andreas Müller auffangen zu können.
Ursprünglich haben sich 29 Personen auf einen Platz im Kontrollgremium des Drittligisten beworben. Mittlerweile ist das Feld aber auf 25 Interessenten geschrumpft. Nach Erdmann Rauer verzichten drei weitere Bewerber auf eine Kandidatur.
Unter Jens Langeneke zeigten die Düsseldorfer gegen den SV Meppen zwar eine der besten Saisonleistungen, blieben allerdings vor heimischem Publikum ohne Torerfolg. Es ergeben sich aber immer wieder Möglichkeiten, das schnell zu optimieren.
Zuletzt wurden einige Düsseldorfer Fans hellhörig, als der Vertrag von Dawid Kownacki bei Werder Bremen nach mehreren gescheiterten Transfer-Anläufen aufgelöst wurde. Bei einem weiteren Pechvogel mit Fortuna-Vergangenheit läuft es noch schlechter.
Schon im Trainingslager des Drittligisten in Bad Leonfelden wurde deutlich, welche Spieler nach dem kompletten Kader-Umbruch im Sommer Verantwortung übernehmen sollen. Das gelingt aber vier Monate später nicht jedem Führungsspieler.
Noch lange vor dem Trainerwechsel von Alexander Ende zu Jens Langeneke entschieden sich die Verantwortlichen, Mechak Quiala Tito und Levi Mentzel in der Regionalliga Spielpraxis zu ermöglichen. Der Plan geht bis dato auf.
Zum Auftakt unter Jens Langeneke haben sich die Düsseldorfer stabiler präsentiert, warten nach zwei Unentschieden aber noch auf den ersten Sieg. Dabei wurde einmal mehr deutlich, wer aktuell großen Einfluss hat.
Im Sommer machte der 21-Jährige seine Wechselabsichten deutlich – bis zum Bundesliga-Wechsel nach Augsburg fiel er durch eine Krankschreibung in Düsseldorf auf. Allerdings teilt er sich ein Schicksal mit einem alten Bekannten.
Jens Langeneke befindet sich mittlerweile in seiner dritten Trainingswoche nach seiner Beförderung zum Coach der Drittliga-Mannschaft. Die Trennung von Alexander Ende und Zlatko Muhovic führte aber nicht nur zu Eins-zu-Eins-Veränderungen im Trainerteam.
Unter dem ehemaligen Düsseldorfer Cheftrainer war der 26-Jährige außen vor. Doch unter dem neuen Coach ist es anders – er setzt auf Filimon Gerezgiher. Nun spricht der Spieler erstmals über seine Reservistenrolle und erzählt, wie Langeneke ihn auf Anhieb für Einsätze bereit machte.
Vor dem dritten Ligaspiel unter Jens Langeneke absolvieren die Düsseldorfer insgesamt vier Trainingseinheiten. Zum Auftakt der Vorbereitung auf das Ingolstadt-Spiel gab es nach einer knappen Stunde einen Rückschlag.
Dass ein Angreifer nach seinem ersten Treffer für den neuen Klub nicht aufgrund des Torerfolgs gefeiert wird, kommt nur selten vor. Die Fans sind aber von dem Kampfeswillen ihres neuen Spielers beeindruckt.
In der vergangenen Woche haben Steffen Greubel, Marius Berlemann und Michael Busch öffentlich gemacht, als Team für den Aufsichtsrat der Düsseldorfer zu kandidieren. Ein Mitglied des Trios wird am Wahltag allerdings gar nicht anwesend sein.
Für die Fortuna-Profis ist es ein Rückschlag, in der laufenden Saison drittklassig unterwegs zu sein. Anders sieht es für die Frauenmannschaft in der Vierten Liga aus. Das ist nicht zuletzt ein Verdienst von Lisa-Marie Peters.
Ende des Monats feiert der Mittelfeldspieler seinen 18. Geburtstag. Und gleich in seiner ersten Profisaison unterstreicht das Eigengewächs seinen großen Wert für Fortuna. Nach der Amtsübernahme des neuen Coachs zeigt sich das noch einmal stärker.
Kaum einer hat in Düsseldorf so viele Mitspieler kommen und gehen sehen wie der Routinier. Jetzt hat der 34-Jährige einen Vergleich gezogen, der aufhorchen lässt. Der Elversberg-Zugang erinnert ihn an aktuell stark an einen Ex-Fortunen.