Die Düsseldorfer haben in den vergangenen Wochen zwar Punkte gesammelt, wirklich überzeugend war dabei aber nur wenig. Nach der Niederlage in Aachen deutet nun vieles darauf hin, dass sich die Maßstäbe beim Drittligisten verschieben.
Eine ausgesprochen intensive erste Saisonphase mit sieben Partien in der Dritten Liga und drei Pokalspielen neigt sich dem Ende entgegen. Das Trainerteam hat die Vorbereitung auf das Duell gegen den Bezirksligisten Alstaden dementsprechend angepasst.
Yassine Bouchama ist emotional, meinungsstark und beim Drittligisten gesetzt. Doch sein Auftreten sorgt nicht immer für Begeisterung – auch sein Chefcoach äußert sich deutlich dazu.
Noch bevor auf dem Tivoli der Ball rollte, ließ eine Situation den Atem der Düsseldorfer stocken: Matthias Zimmermann musste während des Aufwärmprogramms behandelt werden. Nach dem 0:1 in Aachen lieferte er eine ebenso knappe wie überraschende Erklärung.
Nach der 0:1-Niederlage auf dem Tivoli wurde unter den Fans erneut Kritik an der Spielidee des 47-Jährigen laut. Ausschlaggebend für die Schlappe in der Kaiserstadt war sie aber nicht. Trotzdem sehen sich die Düsseldorfer weiterhin mit einer Grundsatzdebatte konfrontiert.
Das 0:1 auf dem Tivoli war kein Zufallsprodukt: Die Düsseldorfer offenbarten große individuelle Schwächen, während ihnen die Alemannia kaum Raum zur Entfaltung ließ. Woran es der Mannschaft fehlte und welche Antworten die Spieler gaben.
Rund 5500 Anhänger haben die Düsseldorfer am Samstag nach Aachen begleitet. Und sie zeigten auf den Rängen erneut eine deutlich bessere Leistung als ihre Mannschaft auf dem Rasen. Nur vor dem Anpfiff hatten sie große Schwierigkeiten.
Nicht nur wegen seines unnötigen Feldverweises hat der Innenverteidiger in Aachen einen gebrauchten Nachmittag erwischt. Nach dem 0:1 bei der Alemannia erklärt sein Trainer, was ihn an der Situation ärgert – und warum er Egouli trotz seiner Verwarnung vorher nicht ausgewechselt hat.
Aus seiner Unzufriedenheit hat der Coach nach der 0:1-Niederlage bei Alemannia Aachen keinen Hehl gemacht. Vor allem in der ersten Hälfte war der 47-Jährige mit dem Verhalten seines Teams überhaupt nicht einverstanden. Deshalb ergriff er auf dem Tivoli eine besondere Maßnahme.
Beim 0:1 in Aachen stand erneut der Unparteiische im Mittelpunkt: Kurz nach der Halbzeit hätten die Düsseldorfer einen Elfmeter erhalten müssen, doch die Pfeife von Konrad Oldhafer blieb stumm. Das führte zu einer Mischung aus Resignation und Unmut.
Keine perfekte englische Woche: Nach den beiden Siegen gegen Duisburg und Regensburg verloren die Düsseldorfer das letzte Duell vor der Länderspielpause. Bei Alemannia Aachen setzte es eine verdiente 0:1-Niederlage. Im Fokus stand erneut der Unparteiische.
Trainer Alexander Ende ist bemüht, Woche für Woche vor den Gefahren und der Qualität der gegnerischen Spieler in der Dritten Liga zu warnen. Am Samstag ist die Herausforderung für Fortuna und ihren Coach aber besonders groß.
Im Juli forcierte der ehemalige U20-Nationalspieler mit einer Krankschreibung seinen Wechsel aus Düsseldorf zum Bundesligisten. Während seine Teamkollegen in der Frühphase der Saison groß aufspielen, könnte es für den Ex-Fortunen aber kaum schlechter laufen.
Vor zweieinhalb Jahren musste Traditionsverein Alemannia noch im Ligabetrieb gegen Fortunas Zweitvertretung spielen, mittlerweile haben sich die Vorzeichen einmal mehr verschoben. Das hat den Klubs aus Düsseldorf und Aachen durchaus Tradition.
Hinter dem Mittelfeldspieler liegt aus persönlicher Sicht ein durchwachsener Saisonstart. Beim 2:1-Sieg in Regensburg war er nach seiner Einwechslung allerdings ein belebendes Element, obwohl er zwei dicke Tormöglichkeiten vergab. Wem er zu danken hatte, wusste er genau.
Bevor es in die Länderspielpause geht, steht für die Düsseldorfer noch ein Ligaspiel an. Einen personellen Rückschlag muss Alexander Ende vor dem Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen am Samstag noch verkraften.
Mitte August hat sich Felix Meiser im ersten Heimspiel der Saison gegen die U23 der TSG Hoffenheim schwer verletzt. Umso mehr freute sich Trainer Alexander Ende, den Verteidiger unter der Woche mal wieder im Kreis seiner Mannschaft begrüßen zu können. Doch es wurde kurios.
Hinter Alexander Ende liegen turbulente Monate: Nach dem Abstieg und einem schwachen Saisonstart befindet sich der 46-Jährige in Düsseldorf aktuell in der Erfolgsspur. Vor seiner Unterschrift gab es bei Fortuna aber noch andere namhafte Kandidaten.
Der nächste Gegner des Teams von Trainer Alexander Ende startete im August furios mit einem 4:1-Heimsieg gegen Verl in die Saison. Einer der Leistungsträger verließ Alemannia Aachen im Anschluss aber noch.
Der 19-Jährige ist in der bisherigen Spielzeit die absolute Überraschung der Düsseldorfer. Allerdings ist das Eigengewächs die aktuelle Belastung überhaupt nicht gewohnt. Das war ihm in der Partie beim SSV Jahn durchaus anzumerken.